Gemünda in Oberfranken

1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda

Archiv für November, 2007

Neue kulturelle Pfade beschreitet die Stiftung 1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda im kommenden Sommer.

Die jährliche Neuauflage des „Gemünner Musiksommers“ und die regelmäßig wiederkehrende „Schdoudlhenna“ haben sich gut im Jahresablauf etabliert.

Zudem sind Theatervorstellungen der Laienspielgruppe und das Öffnen der Adventskalenderfenster  weitere feste Punkte im kulturellen Angebot des kleinen Ortes Gemünda an der Kreck, eines Stadtteils von Sesslach.

Unter dem Dach der Stiftung ist für den kommenden Sommer die Aufführung eines Passionsspieles geplant.

Es trägt den Titel „Ein Jünger Jesu“, wurde geschrieben von Martin Bernad und kommt im nächsten Juni insgesamt vier mal zur Aufführung. Die Termine stehen bereits fest: Es sind dies der 7. und 8. Juni 2008 sowie der 14. und 15. Juni 2008.

Über weitere Einzelheiten, Spielablauf und Besetzung, genaue Zeiten und Besonderheiten sowie den Kartenverkauf informieren wir Sie zu Beginn des Jahres 2008

Veröffentlicht von Ingeborg Hamisch Am Donnerstag, 29. November 2007KOMMENTAR SCHREIBEN

Siegerehrung im Landesentscheid

CIMG2450klAm 15. Mai dieses Jahres besuchte die Bewertungskommission im Rahmen des Landesentscheids den Sesslacher Stadtteil Gemünda, um sich ein umfassendes Bild über die Erfüllung der vorgegebenen Kriterien zu machen. Obwohl sich die Bevölkerung gut auf dieses Ereignis vorbereitet und in verschiedenen Arbeitsgruppen vieles zum Wohl der ganzen Gemeinde geleistet hatte, war es letztlich das Wetter, das zum Zünglein an der Waage wurde, denn heftiger Dauerregen verwandelte große Teile des Vorhabens  in ein grau – graues Einerlei. Trotzdem war in Gemünda die Freude groß, als man für die gemeinsamen Anstrengungen mit einer Silbermedaille belohnt wurde.
Am Samstag, 17. November 2007 fand in der Gemeindehalle Schwanstetten/ Mittelfranken die gemeinsame Siegerehrung statt.
25. Gemündaer Bürger aller Altersgruppen fuhren zu früher Stunde in den Ort südlich von Nürnberg um gemeinsam mit allen anderen Gewinnern ihren Preis entgegen zu nehmen.
Aus dem Wettbewerb an dem sich 635 Dörfer unterschiedlichster Größe und Struktur beteiligt hatten, gingen letztlich 4 Goldmedaillengewinner hervor, 8x wurde Silber und 9x Bronze vergeben.
Neben Vertretern der ausgezeichneten Ortschaften war eine große Zahl politisch Verantwortlicher anwesend, an der Spitze der Bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller, der nach seinem Festvortrag auch die Ehrung vornahm. Er betonte, dass dieser Wettbewerb die wohl landesweit größte Bürgerinitiative darstellt und dass die teilnehmenden Dörfer durch ihre Arbeit den größten Nutzen für sich und ihre Orte selbst gezogen haben. Das Engagement der teilnehmenden Ortschaften kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, da es einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der menschlichen Grundwerte leistet. Mit Hirn, Herz und Hand, so der Landwirtschaftsminister, arbeitet man auf den Dörfern an der Sicherung des Lebensraumes, empfindet man Zusammengehörigkeit statt Anonymität, Zusammenhalt statt Gleichgültigkeit und setzt Entwicklung gegen Stillstand.
Mit großer Freude nahm die Gemündaer Abordnung anschließend die Glückwünsche des Ministers entgegen und freute sich mit allen, die dabei waren über Ehrenurkunde, Silberplakette und eine Collage in Postergröße, auf der markante Gemünner Bauwerke zu sehen sind.

Veröffentlicht von Ingeborg Hamisch Am Samstag, 17. November 2007KOMMENTAR SCHREIBEN

CIMG2438kl„Vorhang auf“ heißt es derzeit wieder bei der Theatergruppe des TSV Gemünda. Nach einer kurzen, intensiven Probenarbeit von nur knapp 3 Monaten stellen die Schauspieler das Stück „Lügen und andere Wahrheiten“ vor. Wie alljährlich im November verwandelt sich das Sportheim in einen Theatersaal und die Besucher genießen an 4 Abenden Heiteres und Deftiges gewürzt mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit. In diesem Jahr kann Regisseur Jürgen Escher mit einer Besonderheit aufwarten: Zur Premiere am Freitag, den 16.11.07 konnte er nicht nur interessierte Besucher aus Nah und Fern begrüßen, sondern auch den Autor Alexander Ollig, der sein Stück zum ersten Mal auf einer Bühne sah. Begleitet wurde er von seiner Familie und dem Inhaber des Theaterverlages Rieder; die Gäste waren vom fränkischen Ambiente und der frischen, ungezwungenen Art der Laiendarsteller sichtlich begeistert.

CIMG2440klDie Handlung der Boulevard-Komödie ist reichlich turbulent und fordert von den Zuschauern viel   Aufmerksamkeit. Gilt es doch, die Verwicklungen und das gewollte Durcheinander um eine Wohnung, deren Besitzer und wechselnde Bewohner samt Gästen zu durchschauen. So benutzt der Eigentümer, ein Münchner Anwalt, seine eigenen vier Wände lediglich als Liebesnest zum Wochenschluss, während sein ehemaliger Schulfreund sich die restlichen Tage der Woche als Eigentümer aufspielt und dabei immer wieder neue Lügengeschichten auftischt.  Letztlich kommt es so, wie es immer kommt: wenn die Verwicklung am größten ist, liegt die Lösung am Nächsten! Die betrogene Ehefrau, die vernachlässigte Geliebte, der nach allen Seiten offene jugendliche Liebhaber, die urkomische, stets beflissene Hausmeisterin, die baldige junge, französische Ehefrau und nicht zuletzt die Hauptdarsteller, die für die Verwicklungen verantwortlich sind – alle finden sich letztlich an der Stelle wieder, an die sie gehören.

Auch das leibliche Wohl kommt im Sportheim Gemünda nicht zu kurz, für Essen und Trinken ist ausreichend gesorgt, und so können auch die Aufführungstermine am Freitag, 23.11. und Samstag, 24.11. zu einer rundum gelungenen Sache werden.

Veröffentlicht von Ingeborg Hamisch Am Samstag, 17. November 2007KOMMENTAR SCHREIBEN

CIMG2414_klIm Rahmen der Umgestaltung des Geländes rings um die Johanneskirche in Gemünda stand nach der Vollendung der Baumaßnahmen des 1. Abschnitts „Ort der Besinnung“, eine gemeinsame Pflanzaktion der Baumspender an.

Der gewundene, von Pflastersteinen gesäumte Kiesweg erhielt eine besondere Bepflanzung: Genau abgestimmt auf Lage und Sonneneinstrahlung wurden heimische Gewächse ausgesucht, die die Sinne besonders ansprechen sollen, sei es durch ihren Duft, ihre Farben, ihre essbaren Früchte oder ihre Anziehungskraft für Vögel und Schmetterlinge. Finanziert wurde das neue Grün durch Patenschaften, die von Ortsbürgern übernommen wurden.

CIMG2423_klAm 10. November 2007 fanden sich die Spender und weitere fleißige Helfer ge gen 14:00 Uhr zu einer gemeinsamen Aktion zusammen und verwandelten das ehemalige Rasenstück rund um die Kirche in eine im kommenden Frühjahr hoffentlich abwechslungsreich blühende Landschaft. Obwohl es das Wetter nicht so gut mit den Bewohnern meinte, trotzten Kinder und Erwachsene Schnee, Regen und Kälte und hoben mit großer Begeisterung Pflanzlöcher für „ihren“ Baum oder Strauch aus.

Nach Abschluss der Aktion traf man sich, wie in Gemünda üblich, im Gemeindehaus, um bei Kaffee und Kuchen diesen Nachmittag zu beschließen.

Veröffentlicht von Ingeborg Hamisch Am Sonntag, 11. November 2007KOMMENTAR SCHREIBEN

CIMG2408_klDas Wetter am Vormittag des 10. November 2007 schien wie gemacht für die Eröffnung eines Biomasseheizwerkes.

Darin waren sich alle einig, die zur offiziellen Einweihung der Hackschnitzelheizanlage im Sesslacher Stadtteil Gemünda gekommen waren. Die Eigentümer Gerhard und Gudrun Jöchner begrüßten neben Bürgermeister Hendrik Dressel die Vertreter des Architekturbüros, das für  Planung aus Ausführung verantwortlich zeichnet,  ausführende Firmen, an der Fertigstellung beteiligte  Handwerker und natürlich die Kunden und Abnehmer der Fernwärme, sowie alle interessierten Ortsbürger.

Hausherr Gerhard Jöchner betonte in seiner Begrüßung, dass die Errichtung dieser zukunftsweisenden Heizanlage gewissermaßen eine Lebensaufgabe für ihn und seine Familie darstellt und dass bei der Planung und Durchführung Wert darauf gelegt wurde, v.a. heimische Anbieter zu berücksichtigen. So sei z.B. sogar der Ofen von einem Hersteller aus Gunzenhausen geliefert worden, zwar nicht aus der unmittelbaren Nähe, aber im Vergleich zu den Modellen aus Österreich  immer noch quasi vor der Haustüre.CIMG2397_kl

Architekt Schmidt betonte, dass dieses vergleichsweise kleine Werk (das Heizwerk Sesslach ist 10x so groß)  eine besondere aber auch ungemein reizvolle Herausforderung für sein Architekturbüro gewesen sei und dass es Spaß gemacht habe, solch eine „Insellösung“ im ländlichen Raum zu konzipieren – quasi vom Schweinestall zur Biomasseheizung.

Bürgermeister Dressel hob abschließend hervor, dass dieses Heizwerk ein ideales Beispiel dafür sei, wie  von der Globalisierung zur Regionalisierung eine Stärkung der regionalen Wirtschaft erfolgen kann. Angesichts eines derzeitigen Ölpreises von annähernd 100$ pro Barrel sei die Umstellung auf heimisches Holz zu einem idealen Zeitpunkt erfolgt.

CIMG2402_klBei einer anschließenden Besichtigung standen die Fachleute den interessierten Besuchern Rede und Antwort und informierten vor allem über die technischen Details: 410 Meter Rohre wurden in 2 Strängen zwischen Heizzentrale und Abnehmern verlegt. Eingebaut wurde ein 300 KW Ofen, der die Heizleistung von 70 000 bis 80 000 Litern Heizöl erbringt. Der Hackschnitzelbunker fasst knapp 48 Kubikmeter und wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt 1 – 2 mal pro Woche gefüllt. Das nötige Heizmaterial wird bei der Familie Jöchner in einer eigenen Halle trocken gelagert. Da man nicht an bestimmte Lieferanten gebunden ist, können sich die Betreiber immer wieder nach preisgünstigen Anbietern in der Region umsehen. Die Dosierung erfolgt verbrauchsabhängig, der Brennraum wird zur Gänze ausgenützt, so dass ein sehr hoher Verbrennungsgrad erreicht wird. Die anfallende Asche ist von erstaunlich  geringer Menge. Ein Havariekessel sorgt bei Spitzenheizzeiten, Ausfall – und Reparaturzeiten dafür, dass die Wärmelieferung an die Abnehmer reibungslos weiterläuft.

Abschließend waren sich Eigentümer, Fachleute, Kunden und Besucher darüber einig, dass mit dem entstandenen Heizwerk ein großer Schritt in die richtige Richtung getan wurde.

Veröffentlicht von Ingeborg Hamisch Am Sonntag, 11. November 2007KOMMENTAR SCHREIBEN

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