| 16. Juli 2011 | ||
| 08:00 | bis | 11:00 |
Grundsteinlegung
Das Jahr 2012 hat für Gemünda eine besondere Bedeutung: 1175 Jahre wird der Ort alt.
Dieses Jubiläum wird natürlich mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen gebührend gefeiert. Weil mit Ummerstadt und Heldburg auf Thüringer Seite gleich zwei Nachbarorte einen ebensolchen Geburtstag begehen, liegt es nahe, sich zu einigen Aktivitäten zusammen zu schließen.
Quasi im Vorgriff wurde der Grundstein für die Kapelle an der Heiligenleite gelegt, deren Einweihung noch in diesem Herbst erfolgen soll.
Die Neufassung der Heiligenquelle wird folgen.
Der Festausschuss, der sich zum Zweck einer effektiven Durchführung möglichst vieler attraktiver Veranstaltungen im Laufe des Jahres 2012 zusammen gefunden hat, listete weitere Besonderheiten auf:
Ein Jubiläumsbier soll im Sesslacher Kommunbrauhaus eingebraut und in eigenen Fässern zum Verkauf angeboten werden. Die alte Brautradition soll mit dieser Aktion wieder aufleben.
Das“Gemünner Kochstudio” hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Gerichte der hiesigen Gegend aus den meist handgeschriebenen Kochbüchern wieder ans Licht der Jetztzeit zu holen und in netter Runde nach zu kochen und zu probieren.
Die Gemündaer Ortschronik soll in neuem Gewand erstehen und mit Bildmaterial angereichert werden, eine Fotoausstellung mit alten Bildern wird vorbereitet. Ein Kalender mit neuen Ansichten aus Gemünda, in dem sich alle Veranstaltungstermine finden, ist ebenfalls in Vorbereitung.
Im Herbst 2012 soll das Kreiserntedankfest in Gemünda stattfinden.
Als Schwerpunkt für das Jubiläumsjahr darf ohne Zweifel das Städtetreffen “Gemündaer in Europa” angesehen werden, das im kommenden Jahr im kleinen Ort am Zusammenfluss von Kreck und Rodach stattfindet. Hierbei reicht die Skala von einem int. Jugendfußballturnier vom 15. bis 17. Juni über einen Stadtempfang im Sesslacher Rathaus am 15. Juni zu verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten am Samstag, 16. Juni. Als Ausflugsziele bieten sich sowohl die Weltkulturerbestadt Bamberg an, wie auch auch das Herzogtum Coburg und das Rodachtal. Es gibt auch die Möglichkeit, im Rahmen des Deutschen Wandertages am Samstag, 16. Juni die Region Bad Colberg – Heldburg zu erkunden.
Der Samstag abend wird als open–air–Veranstaltung auf dem Dorfplatz eine musikalische Note haben, bevor am Sonntag der Festgottesdienst mit der schon traditionellen Matinee der Vereine auf dem gleichen Platz stattfindet. Der Sonntag Nachmittag ist als Dorffest geplant, bei dem alle teilnehmenden Orte kulinarische Spezialitäten aus ihren Heimatregionen anbieten sollen.
Gemünda – Der Standort hätte besser nicht sein können. Er bietet einen schönen Blick auf das Dorf, liegt in unmittelbarer Nähe des „Grünen Bandes“, wo einst die ehemalige innerdeutsche Grenze verlief, und am Zweiländerweg der Initiative Rodachtal. Dort, in Nachbarschaft zur Heiligenquelle, entsteht eine Kapelle, in der Pilger innere Einkehr und Besinnung, aber auch Schutz vor Unwetter finden. Am Wochenende legte die Stiftung „1150 Jahre Dorfgemeinschaft Gemünda“ den Grundstein für das Gebäude. Ideengeber des Projekts ist Hermann Gossenberger. Als Wanderer auf dem Jakobsweg haben ihn die Kapellen am Rand der Strecke immer wieder begeistert. „Wenn man erschöpft, fern vom Beruf in einer Kirche oder Kapelle zur Ruhe kommt, dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl, das muss man erlebt haben“, sagte Gossenberger bei der Feierstunde am Samstagmorgen. Im Herbst 2009 hatte er seinen Freunden vom „Warsteiner-Stammtisch“ den Vorschlag unterbreitet, eine solche Kapelle zu bauen. Schnell fand er Mitstreiter. Planer Josef Starkl entwarf ein Modell, die Stiftung übernahm die Bauträgerschaft. Das Besondere ist, dass neben Hermann Gossenberger die Familien Hendrik Dressel, Volker Hartung, Dieter Mey, Alfred Schweizer, Dieter Treiber und Reiner Weikard das Vorhaben finanzieren und handwerklich umsetzen. Die Kasse der Stiftung wird damit nicht belastet. Die ökumenische Betreuung liegt in den Händen von Pfarrer Andreas Neeb und Pastoralreferent Harald Ulbrich. Das Grundstück stelle Frank Leutheußer zur Verfügung. Bei der Grundsteinlegung erläuterte Starkl die Pläne an Hand eines Modells. Sie sehen in der Kapelle Plätze für sechs Personen vor. Ein Kreuz aus Glas auf der Ostseite lenkt den Blick der Besucher auf sich, wenn sie eintreten. Rundum verläuft in der Mauer ein Glasstreifen, der je nach Tageszeit einen unterschiedlichen Lichteinfall gewährleistet. Hermann Gossenberger peilt Mitte September dieses Jahres als möglichen Einweihungstermin an. haro